Waldjugend Horst Nachtschwalbe Bad Münder

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Amphibienschutz

Naturschutz

Die Waldjugend engagiert sich den Amphibienschutz. Amphibien sind wichtige Bewohner unserer Wälder, in denen wir uns sehr oft bewegen und nächtigen. Amphibien begegnen uns beim morgendlichen Gang zum See zum Waschen, abends hören wir in der Kothe, wie sie sich langsam aus dem Laub hervorgraben, wo sie tagsüber vor dem Schutz der Sonne geruht haben. Ein glitschiger Lurch oder feuriger Salamander wird dabei von den Kindern nicht sofort in Herz geschlossen und löst beim ersten Kontakt, vor allem beim Einsammeln am Krötenzaun zunächst Ekel aus (glitschig und kalt!). Schnell begreifen wir aber, wie wichtig unsere Hilfe ist, wenn wir auf der Straße jeden morgen hunderte tote Kröten finden. Wenn dann unsere Pimpfe einen toten Salamander finden, sind sie oft den Tränen nahe und verstehen die Großen mit Ihren Autos nicht mehr! Wie groß ist dann die Freude, wenn wir im Sommer die Scharen von Kaulquappen in den Teichen entdecken, die unsere Lurche dort abgelaicht haben.

Erdkröten

Krötenzaun
Der Horst Bad Münder hat sich gemeinsam mit der NABU-Ortsgruppe Sünteltal sehr engagiert für den Amphibienschutz im Deister-Süntel-Tal eingesetzt. Alljährlich haben hier Waldläufer gemeinsam mit den Erwachsenen des NABU zwei Krötenzäune im Frühjahr aufgebaut und in der Folge auch morgens sowie abends die Lurche eingesammelt und über die Straße getragen. Die Schüler und Studenten sind dazu oft früh morgens, noch vor dem Schulbeginn nach Nienstedt von den Eltern gefahren worden. Mit Warnwesten und Warnschildern gesichert, wurde den kleinen Lurchen über die Straße geholfen. Hier kamen viele von uns das erste Mal mit einem Salamander, einer Erdkröte, Wasserfrosch oder Erdmolch in Kontakt.

Schnell war bei den Kindern und Jugendlichen das Interesse für die kleinen, oftmals sehr unscheinbaren Bewohner der Wälder geweckt, Zeichnung und das jeweilige Rufen schnell unterschieden. Nach dem Sammeln wurden die Zahlen verglichen, wer mehr Lurche gesammelt und damit das Leben gerettet hat. Durch die Anlage eines kleinen Teiches nach Abstimmung mit dem Grundstückseigentümer war die Hoffnung groß, dass die Lurche das neue Gewässer annehmen. Doch sie folgten dem seit der Geburt bekannten Weg in „ihre Teiche“. Nur die Umsiedlung von Laich brachte erste Erfolge. Später gelang es dem NABU und der Waldjugend für die Straße zwischen Nienstedt und Messenkamp eine nächtliche Straßensperrung durchzusetzen, ein kleiner Erfolg für die jungen Waldläufer aus Bad Münder und den NABU.

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